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Hohenzollernfestung Wülzburg


Führungen durch die Hohenzollernfestung Wülzburg

Ab 01. Mai bis Mitte Oktober: Samstag ab 13.00 Uhr stündlich bis 16.00 Uhr, Sonntag & Feiertage ab 11.00 Uhr stündlich bis 16.00 Uhr. Während der Pfingst- und Sommerferien auch Montag - Freitag ab 13.00 Uhr stündlich bis 16.00 Uhr.
Treffpunkt: Tiefer Brunnen
Eintrittspreise: Erwachsene 2,00 €; Kinder 1,00 €; Gruppen 1,50 pro Person ab 15 Personen

italienisch For english information

Zur Geschichte der Wülzburg

Das Kloster auf dem Berg

 Hohenzollernfestung Wülzburg

Auf dem Wülzburger Berg, knapp 200 Meter über der späteren Reichsstadt Weißenburg, stand seit dem 11. Jahrhundert die Benediktinerabtei St. Petrus und Paulus. Ihre Geschichte war eng mit der Stadt am Fuß des Berges verbunden. Die mächtigen Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause der „Hohenzollern“, die späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und Bayreuth, eigneten sich das Kloster im Spätmittelalter an und säkularisierten es 1527. Die Wülzburg und die dazugehörigen Ländereien wurden in ein weltliches Verwaltungsamt umgewandelt. An das klösterliche Leben erinnert nur noch der sehenswerte spätgotische Grabstein des Abtes Wilhelm († 1449), der heute in der kleinen Schlosskapelle im Südflügel aufgestellt ist.

 


Geographie und bastionärer Festungsbau

Für die Ansbacher Markgrafen war vor allem die beherrschende Stellung dieses Berges (630,5 m) am Ortsrand ihres Herrschaftsgebiets interessant. Mit der Verbreitung der Feuerwaffen veränderte sich die Technik der Wehrbauten grundlegend. So entwickelte man um 1500 in Italien die fünfeckige Bastion, um sich lückenlos (ohne tote Winkel) verteidigen zu können. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts verbreitete sich diese neue Art des Festungsbaus in ganz Europa. Die Wülzburg war daher, trotz ihres Namensteiles „-burg“, ein für die damalige Zeit sehr modernes Bauwerk.  Ihr Bau begann im Jahre 1588 und war um 1605 weitgehend fertiggestellt. Sie ist heute eine der am besten erhaltenen Renaissancefestungen im deutschen Sprachraum. Zudem ist sie seit 1907 als „Baudenkmal“ und seit 1969 als „national bedeutendes Baudenkmal“ eingestuft. 

Blick auf Wülzburg
 

 

Markgräfliche Landesfestung

Markgraf Georg Friedrich d. Ä. von Brandenburg-Ansbach und Kulmbach, seit 1578 auch Herzog in Preußen, ließ anstelle des aufgelösten Klosters eine moderne Landesfestung erbauen. Vergeblich versuchten die Nachbarn (Deutscher Orden in Ellingen, Fürstbistum Eichstätt und Reichsstadt Weißenburg), den Bau durch einen Prozess vor dem Reichskammergericht zu verhindern.
Die Festung ist kein Werk eines einzigen Planers. Architekten waren der Ansbacher Hofbaumeister Blasius Berwart d. Ä. († 1589 auf der Wülzburg) sowie der ursprünglich aus Italien stammende preußische Militärbaumeister Rochus Graf zu Lynar, der u. a. die Festungen von Spandau, Peitz und Küstrin baute. Nach seinem Tode wurde 1596 Blasius Berwart d. J. der leitende Baumeister. Allerdings musste er die Einflussnahme anderer vom Markgrafen hinzugezogener Fachleute akzeptieren. Nach dem Tode Markgraf Georg Friedrichs im Jahre 1603 wurden Vereinfachungen der ursprünglichen Planung verwirklicht. Komplizierte Geschützstellungen wurden zugemauert, die Bollwerke mit einer Erdschüttung bedeckt und insbesondere das ursprünglich fünfflügelig geplante Schloss wurde nur zweiflügelig, so wie heute noch existent, vollendet.

 

Der Dreißigjährige Krieg (1618 - 1648)

Es stellte sich sehr schnell heraus, dass eine Festung, die von feindlichen Truppen ganz einfach umgangen werden konnte, außer der prekären Situation für die nahe Reichsstadt, militärisch weitgehend ohne Wert war. Ende 1631 erreichte der berühmte kaiserliche Feldherr Graf Tilly gegen Schonung der Ansbachischen Städte die kampflose Übergabe. So blieb bis Ende des Krieges auf der Wülzburg eine rund 300 Mann starke bayerische Einheit der Katholischen Liga. Eroberungsversuche schwedischer Truppen blieben erfolglos. Auch eine Blockade von 1632 - 1634  änderte an dieser Situation nichts. Die Stadt Weißenburg und die umliegenden Dörfer hatten unter den ständigen Auseinandersetzungen zwischen der Festungsbesatzung und den schwedischen Truppen erheblich zu leiden. Der einzige große Schaden in der Festung in dieser Zeit entstand durch Unachtsamkeit: 1634 brannte das gesamte Schloss aus, „weil der Köchin das Schmalz in der Pfanne brennend geworden“. Auch dieser gewaltige Brand änderte aber nichts daran, dass die Festung bis zum Westfälischen Frieden kaiserlich besetzt blieb.

 

Bastille und Staatsgefängnis (1649 - 1806)

Mit dem Friedensschluss gelangte die Festung wieder an die Markgrafschaft; sie diente als Kaserne, zur Versorgung von Invaliden und insbesondere als Staatsgefängnis. In Ungnade gefallene Persönlichkeiten wurden mit Vorliebe hier eingesperrt. In der Bastion Krebs haben sich zwei Einzelhaftzellen erhalten, die einen Einblick in den brutalen Strafvollzug des 18.  und frühen 19. Jahrhunderts geben. Zu den eingekerkerten Häftlingen aus dem Umfeld des Markgrafen gehörten der Bankier Elkan Fränkel (inhaftiert 1712 – 1720), der Hofmaler Johann Carl Zierl (1718) und eine Mätresse Markgraf Karl Wilhelm Friedrichs, die hier 1742 verstarb. Nach dem kurzen preußischen Zwischenspiel (ab 1792) fiel die Wülzburg 1806, wie die gesamte Markgrafschaft Ansbach, an das neue Königreich Bayern.

 

Die Wülzburg im Königreich Bayern (1806 - 1918)

Nach umfangreichen Untersuchungen führte der neue Besitzer gründliche Renovierungen der Festungsmauern durch. Die unzureichende Wasserversorgung, die nur auf den Tiefen Brunnen angewiesen war, wurde 1827 – 1831 durch sechs moderne Zisternen, die sich in den Wallmauern bzw. im Hof befinden, ergänzt, Im ‚Deutschen Krieg’ von 1866 wurde die Wülzburg letztmals in den Kriegszustand versetzt.
Mit königlichem Dekret vom 7./10. Mai 1867 wurde jedoch die Festungseigenschaft der Wülzburg aufgehoben und die Weißenburger verloren, jetzt sehr zu ihrem Leidwesen, den für sie wirtschaftlich interessanten Militärstandort. Nach langen Verhandlungen kaufte die Stadt im Jahre 1882 die Anlage und dazugehörende Grundstücke außerhalb des Grabenbereichs auf und ist seitdem (ausgenommen wurde lediglich der südliche Schlossflügel) Eigentümerin dieses gewaltigen Areals. Im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) und im Ersten Weltkrieg (1914 – 1918) diente die Festung als Kriegsgefangenen bzw. Internierungslager für französische bzw. russische Soldaten und Offiziere. Der berühmteste Bewohner war von Mai bis 01.12.1918 der spätere französische Staatspräsident Charles de Gaulle. Er unternahm mehrere spektakuläre, jedoch letztlich vergebliche Fluchtversuche, darunter einen in einem Wäschekorb versteckt. An ihn erinnert in dem neuen Viertel am Fuße des Berges die „Charles-de-Gaulle-Straße“.

 

 

Kriegsgefangene, Internierte, Flüchtlinge (1919 - 1952)

Zwischen den beiden Weltkriegen wurde auf der Wülzburg ein „Kriegererholungsheim“, eine Jugendherberge und ein Schullandheim (so auch zeitweise nach 1945) eingerichtet.
Von 1939 bis 1945 unterstand die gesamte Wülzburg der deutschen Wehrmacht, die hier über das Wehrbereichskommando XIII (Nürnberg) das „Ilag“ (Internierungslager) XIII mit einem beigeordneten speziellen Lager für internierte Offiziere („Oflag“) unterhielt. Ab 1942, bis zum Kriegsende, war dieses repressive Lager ausschließlich mit sowjetischen Staatsbürgern belegt. Unter den Internierten war auch der seinerzeit berühmte Prager Klavierviruose und Komponist Erwin Schulhoff. An ihn  erinnert eine 2004 aufgestellte Stele mit Büste im Innenhof. Schulhoff, der 1942 auf der Wülzburg verstarb, ist mit sowjetischen Matrosen (der zivilen Ostseeflotte) im sogenannten „Russischen Friedhof“ (der 1989 völlig neu gestaltet wurde) im ehemaligen „Fallgarten“ begraben. Dieser kleine Friedhof in idyllischer Lage (auch russisch ausgeschildert) ist heute eine häufig besuchte Gedenkstätte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Wülzburg von 1946 bis Ende 1952 Flüchlings-Durchgangslager. Man schätzt, dass bis zu 10.000 Menschen, vor allem aus dem Sudentenland und Schlesien, über die Festung eine neue Heimat gefunden haben. Zur Erinnerung an diese jüngste Epoche der örtlichen und nationalen Geschichte wurde im Jahre 1997 am Eingang ein bemerkenswertes Mahnmal des Bildhauers Günter Lang (Eichstätt) aufgestellt.

 

Die Wülzburg heute: eine Zukunft für unsere Vergangenheit

Nach Umsiedlung der letzten rund 200 Flüchlingsbewohner im Jahre 1952 diente der südliche Schlossflügel bis 1976 als Kreisaltersheim. Das gesamte Schloss wurde sukzessiv ab 1969 zu einem Berufsbildungszentrum (Kinder- und Altenpflege sowie Förderlehrgänge für junge Menschen) im Internat umgebaut. Träger war die ev.-luth. Kommunität „Missionsdienst für Christus“. Seit Jahresende 2000 sind die bekannten „Rummelsberger Dienste für Menschen“, Schwarzenbruck, Träger der von ihnen übernommenen Einrichtungen. Aufgrund neuerer Entwicklungen haben sich die Ausbildungsschwerpunkte teilweise verändert. Seit 1970 bemüht sich die Stadt Weißenburg systematisch nicht nur um die Schlossgebäude, sondern vor allem auch darum, die Festungswerke vor dem Verfall zu bewahren. Deswegen wurde seit dieser Zeit ein zunächst noch relativ bescheidenes Sanierungsprogramm (Stadt, Freistaat und Bund waren zu je einem Drittel beteiligt) ab 1990 auf jährlich 600.000 DM gesteigert. Nach dem Ausstieg des Bundes (ab Ende 2000), einem hilfreichen zwischenzeitlichen Engagement der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, ständig zunehmenden Schäden, welche die laufenden Sanierungsmaßnahmen zu überholen begannen, wurde von der Stadt Weißenburg ab 2005 der Versuch unternommen, ein neues mehrjähriges Sanierungskonzept auf den Weg zu bringen. Dieses konnte nach komplizierten Verhandlungen und Unterstützung durch das Landesamt für Denkmalpflege, die Bayerische Landesstiftung und den Entschädigungsfonds des Freistaats Bayern im Jahre 2007 vereinbart werden. Mit diesem bisher einmaligen Programm von 2008 - 2012, der Anteil der Stadt liegt bei über 1,3 Mio. €, das Gesamtvolumen umfasst 4,4 Mio. €, soll der Verfall der Festung weitestgehend gestoppt und der langfristige Erhalt dieses einmaligen Bauwerks gesichert werden. Angestrebt wird auch eine bessere Begehbarkeit der bisher für die Öffentlichkeit nur sehr eingeschränkt zugänglichen Bastionen. Zusätzlich neben den geförderten Sanierungsmaßnahmen hat die Stadt Weißenburg in den letzten Jahren einen Besucher-Parkplatz vor dem Haupttor erstellt und vielfältige sonstige Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Festung (Sanierung des sogenannten Gedeckten Weges, Beschilderungen, neue Rundwanderwege um den Berg, Beleuchtung der Festung am Wochenende, Abbau des alten Gittermastes der Bahn) verwirklicht.

 


Kurzer Rundgang durch die Wülzburg

Die Festung liegt auf dem 630 Meter hohen Wülzburger Berg, rund 200 Meter über der ehemaligen Reichsstadt Weißenburg. Sie besitzt am äußeren Grabenrand einen Umfang von knapp einem Kilometer. Der nahezu regelmäßige Grundriss ermöglichte eine geschlossene Rund-um-Verteidigung mit fünf Bastionen.

Übersichtsplan Wülzburg

1.   Bastion Jungfrau
2.   Bastion Krebs
3.   Bastion Roßmühle
4.   Bastion Kaltes Eck
5.   Bastion Hauptwache
6.   Schlossbau
7.   Burgschenke
8.   Ludwigszisterne
9.   Denkmal des Kriegsgefangenenlagers von 1915
10. Graben
11. ehemaliger Ravelin
12. Gedeckter Weg


 

Die ehemalige Ravelin

Der große dreieckige Platz vor dem Festungstor, der heute als Parkplatz (Ausbau 2003) genutzt wird, sollte ursprünglich eine von einem Graben umgebene Schanze (Ravelin) werden, um das Tor besser zu schützen. Der um 1720 begonnene Bau wurde jedoch bald wieder eingestellt und als großer Waffenplatz verwendet. Vom Parkplatz aus kann man bequem auf dem Gedeckten Weg am Graben um die Festung herumgehen. Der dabei mögliche Ausblick auf die Stadt Weißenburg und in die Region am „Kalten Eck“ ist eindrucksvoll.

 

Das Eingangsportal

Eingangsportal Wülzburg 

Das prachtvolle Renaissanceportal entstand um 1590 und wurde 1838 und 1999 renoviert. Es zeigte links das Wappen des Bauherren, Markgraf Georg Friedrich d. Ä. von Brandenburg-Ansbach, rechts das seiner zweiten Ehefrau Sophia von Braunschweig-Lüneburg. Bis um 1882 sicherte eine hölzerne Brücke mit zwei Zugbrücken (eine in der Grabenmitte, die zweite am Tor) den Zugang. Zwischen dem Tor und dem Schloss verlief eine dreischiffige Torhalle, auf der ein achteckiger Turm mit Laterne saß. Nach ersten Beschädigungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Torhalle nach 1182 abgerissen.

 

Der Festungshof

Das heutige „Bild“ des Festungshofes entstand Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als man Bäume und Büsche pflanzte, um die verfallenden Mauern zu verdecken. Zuvor war der Hof von vielen Gebäuden belegt, die als Soldatenunterkünfte, Pfarr- und Schulhaus, Brauerei, Pulverlabor, Ställe und Scheunen genutzt wurden. Zusammen mit dem zweiflügeligen Schloss war die Wülzburg quasi ein kleines Dorf, in dem nicht nur Soldaten, sondern auch deren Familien lebten. Nach dem Ende der Festung und dem Verkauf an die Stadt Weißenburg 1882 wurden diese nun nutzlosen Gebäude auf Abbruch versteigert. Das noch 1864/66 neu erbaute Kommandantenhaus wurde nach dem Abriss in der heutigen Bahnhofstraße 21/23 wieder aufgebaut.

 

Das Schloss

Im Süden und Westen des Festungshofes liegt das zweiflügelige Schlossgebäude. Ursprünglich waren fünf Flügel geplant, die den Hof vollständig umgeben hätten, doch wurde der weitere Ausbau nach dem Tod des Markgrafen Georg Friedrich eingestellt. Die Arkadenbögen zum Hof mauerte man im frühen 19. Jahrhundert zu, als das Schloss zur Kaserne umfunktioniert wurde. In der Mitte des Südflügels befindet sich die schlichte Festungskirche, darunter ein großer Lagerkeller. Der Westflügel enthält die Brunnenstube („Tiefer Brunnen“, einstmals 150 m, derzeit 137 m) und in der Nordhälfte die großen Säle des Zeughauses (Kanonensaal und Rüstkammer) sowie den Festsaal (heute mehrfach unterteilt).

 

Die Ludwigszisterne

 Zisternen

Im Hof liegt hinter der Burgschenke (ehemals herrschaftliche Küche und späteres Pfarrhaus) die große Zisterne Nr. VI. Sie war der krönende Abschluss des Neubaus von insgesamt sechs Regenwasserzisternen, die von 1824 - 1831 erbaut wurden. Die Zisternen sind, bis auf die letzte, alle in den Wallmauern eingebaut. Die Hofzisterne besitzt zwei große tonnengewölbte Tanks mit je 19,6 mal 7,3 Meter Grundfläche und 7,4 Meter Höhe mit über 1,3 Millionen Liter Wasser Inhalt. Das Wasser wurde früher vom Schlossdach mit Regenrinnen auf die Plattform geleitet und sickert durch Filterschichten als sauberes Trinkwasser in die Tanks. Die Zisterne war die größte im Königreich Bayern und wurde daher nach König Ludwig I. (reg. 1825 - 1848) getauft. Sein Monogramm „L“ ist auf den vier Zierbrunnen angebracht, die vier Pumpbrunnen schmücken (nachgegossene) eiserne Löwenmasken als Wasserspeier.

 


Die Garnisonszisterne


In der Kehle der Bastionen Kaltes Eck wurde um 1825 die dritte Regenwasserzisterne zur Versorgung der Festungsgarnison eingebaut. Da der Berg im Nordwesten steil in Richtung Ellingen und Weißenburg abfällt, drohte hier kaum ein ernsthafter Angriff. Die kleinste Wülzburger Bastion besitzt daher sonst keine weiteren Kasematten.

 

Die Rossmühle

Die Roßmühle (um 1600) 

Kuppelgewölbe von über 15 Meter Durchmesser und 10 Meter Höhe, das die Pulver- und  Getreidemühle der Festung aufnahm. Diese Mühle wurde mit Pferden angetrieben und gab der Bastion den Namen. Die anschließenden Gewölbe oder Kasematten dienten als Pulvermagazine, Lagerräume und (in der Bastion Krebs) auch als Gefängnisse.


 

 

 

Auskünfte, Führungsangebote und Zimmerreservierung:

Amt für Kultur und Touristik
- im Römermuseum / Bayerisches Limes-Informationszentrum -
Martin-Luther-Platz 3-5
91781 Weißenburg i. Bay.
Telefon 09141/907-124
Fax 09141/907-121
limesinfozentrum@weissenburg.de


Literaturhinweise:

Gerhard Leidel: Geschichte der Benediktinerabtei Wülzburg (Mittelfränkische Studien 4), Ansbach 1983
Hartwig Neumann: Die Festung Wülzburg. Streifzüge durch Vergangenheit und Gegenwart der ehemals ansbachischen Wehranlage, 3 Auflage, Weißenburg 1987
Walter König: Flüchtlingslager Wülzburg. Ankunft und Integration der Heimatvertriebenen in Weißenburg (Weißenburger Heimatbücher 1), Weißenburg 1990
Thomas Biller: Die Wülzburg. Architekturgeschichte einer Renaissancefestung. Unter Mitarbeit von Daniel Burger, München-Berlin 1996
Daniel Burger: Die Landesfestungen der Hohenzollern in Franken und Brandenburg im Zeitalter der Renaissance (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte 128), München 2000
Daniel Burger: Weißenburg in Bayern - Festung Wülzburg (Burgen, Schlösser und Wehrbauten in Mitteleuropa Band 10), Regensburg 2002