Start der Sanierungsarbeiten auf der Wülzburg in diesem Jahr

Mit der Gerüststellung an der östlichen Außenwand der Bastion Jungfrau und der Teileinrüstung der gegenüberliegenden Grabenaußenwand starten die Sanierungsarbeiten des Bauabschnittes 2022 auf der Festung Wülzburg.

Mit einer Bausumme von ca. 430.000 € wird im Abschlussjahr des laufenden Sanierungsprogramms 2019 bis 2022 noch einmal einiges bewegt. Neben den Arbeiten im Bereich der Bastion Jungfrau werden weitere Abschnitte der Contrescarpe (Grabenaußenwand) saniert sowie der vor einigen Jahren abgetragene Bogen über der Grabenzufahrt wieder geschlossen. Somit ist die äußere Grabenwand auf einer Länge von circa einem Kilometer nahezu vollständig überarbeitet und für die nächsten Jahre in einen stabilen baulichen Zustand gebracht worden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektjahres ist wiederum – wie im Vorjahr - die Bastion Roßmühle mit der Sanierung der Brustwehren im Bereich der unteren Plattformen auf der Ost- bzw. Nordseite und der Installation einer gezielten Ableitung des anfallenden Niederschlagwassers. Nach Abschluss der diesjährigen Arbeiten kann die oberste Plattform der Bastion dann 2023 wieder in die Führungslinie aufgenommen werden.

Der feuchte Witterungsverlauf des Sommers 2021 erschwerte die Sanierungsmaßnahmen an der Fassade des Festungsportals erheblich. Aufgrund der starken Durchfeuchtung der Sandsteinfassade mussten die Sanierungsarbeiten im Spätsommer abgebrochen werden. Ab Ende April beginnen nunmehr die noch ausstehenden Restaurierungsarbeiten an der Natursteinfassade, im Laufe des Sommers erfolgt dann die Abdichtung der Dachfläche des Eingangsportals und die Erneuerung der Regenwasserableitung.

Ergänzend zu den Maßnahmen im Rahmen des auslaufenden Sanierungsprogramms werden an verschiedenen Punkten der Hohenzollernfestung Wülzburg Verbesserungen an der touristischen Erschließung vorgenommen.

So erfolgt eine Erweiterung der Besichtigungsmöglichkeiten mit der Erschließung der Bürgerzisterne, welche über eine Stahltreppe zugänglich gemacht wird und den Besuchern im Rahmen einer Führung die aufwendige Wasserversorgung auf der Festung näherbringen soll. Dieses Kleinprojekt wird ebenso mit Mitteln der ILE Rezattal-Jura aus dem Regionalbudget gefördert, wie bereits im Jahr 2021 die Aufwertung des Aussichtspunktes am Kalten Eck aus diesem Fördertopf unterstützt wurde. Im Außenbereich der Festung, auf dem sogenannten „Gedeckten Weg“ wird mit Unterstützung der Wohnungsgenossenschaft Eigenheim (s.a. WT-Bericht vom 17.12.2021) eine Beschilderung der einzelnen Bastionen installiert. Im Herbst dieses Jahres soll dann die in die Jahre gekommene, hölzerne Aussichtsplattform gegenüber der Hauptwache durch eine neu gestaltete Metallkonstruktion ersetzt werden.

wuelzburg-2022.jpg