Weißenburger Kirchen

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Die einzelnen Programmbausteine der Exkursion "Weißenburger Kirchen" lassen sich ganz nach Ihren Wünschen miteinander kombinieren. Die Exkursion ist als Rundgang oder mit dem Bus möglich.

"St. Andreas-Kirche"
Unsere große Stadtkirche steht nicht mitten in der Stadt, wie sonst üblich. Sehr dicht an der Stadtmauer finden wir den stattlichen Bau aus verschiedenen Entstehungsphasen: romanische Baureste, ein frühgotisches Langhaus, ein hochgotischer Chor und ein Obergaden aus dem 19. Jahrhundert ergeben ein schon weithin sichtbares, unverkennbares Ensemble.
Aber wie kommt es zu diesem ungewöhnlichen Standort , und warum steht der Turm im Osten?
Der Innenraum hat ebenfalls einiges zu bieten. 59 Schlusssteine halten das Gewölbe, jeder ein Kunstwerk für sich. Aber der Chor schließt sich … mehr lesennicht mittig an das Langhaus an. Auch das hat seinen Grund.
Die Altäre lassen auf die enge konfessionelle und politische Bindung an die große Schwester Nürnberg schließen und das Konfessionsbild erinnert an den Wechsel der Stadt zum lutherischen Glauben im Jahre 1530.

"Spitalkirche"
Im Jahre 1447 riefen die Weißenburger Bürger eine Stiftung ins Leben, um ihren alten und kranken Mitbürgern einen würdigen Lebensabschluss zu bereiten. Es kam zur heute noch bestehenden Spitalstiftung. Zu einer solchen Einrichtung gehörte natürlich auch eine Kirche und so errichtete man beim alten Stadtgraben eine kleine Kirche, die dem heiligen Geist geweiht wurde.

Zuerst baute man das Langhaus und erst später, nach dem Städtekrieg, schloss man den Chor an, nicht ohne vorher den Bauplan für diesen Chor geändert zu haben.

An der Südwand der Kirche finden wir eine
"Armenbibel", ein nur noch selten erhaltenes Exemplar aus einer Zeit, als Bücher noch Luxus und breite Bevölkerungsschichten des Lesens unkundig waren.
Der erst 1493 fertig gestellte Chorraum birgt auch noch eine Kostbarkeit, die leider nicht mehr ganz so gut erhaltene Darstellung der 14 Nothelfer aus dem Umkreis des Michael Wohlgemuth, in einer Maltechnik, die an die Dürer'sche Tafelmalerei erinnert.

Karmeliterkirche
Um 1330 wurde auf Veranlassung Kaiser Ludwig d. Bayern in der Reichsstadt Weißenburg ein Kloster errichtet. Es war die Zeit der Bettelorden, die in den Städten wichtige Aufgaben im sozialen Bereich zu erfüllen hatten.
Die von außen sehr schlichte Kirche ist sofort als Bettelordenkirche erkennbar. Wir finden keinen großen Turm, sondern nur einen kleinen Dachreiter, in dem die Glocke angebracht ist.

Der Innenraum wurde nach dem 30-jährigen Krieg der Mode der Zeit entsprechend barock umgestaltet und verlor somit seinen gotischen Charakter.

Aber im Chor haben sich noch einige Reste der alten Bemalung erhalten und hier finden wir auch die größte Kostbarkeit, den
"Volto Santo" , die Darstellung eines bekleideten gekreuzigten Christus nach einem Vorbild, das im Dom zu Lucca aufbewahrt wird. Doch was hat es mit dem kleinen Musiker an der Seite auf sich?
Wie es sich für ein Kloster gehört, schließt sich auch an die Karmeliterkirche ein
Klostergarten an, eine ruhige Oase inmitten der quirligen Altstadt. Und auch hier finden wir wieder ein Kunstwerk, ein modernes, die Statue der heiligen Walburga von Ernst Steinacker.

"Heilig Kreuz Kirche"
Nach Krieg und Vertreibung war in Weißenburg die Zahl der Katholiken stark angewachsen und die kleine Kirche im Süden vor der Stadtmauer war zu klein geworden.

Man entschloss sich zu einem Neubau und erstand im Norden der Stadt ein ca. 10.000 m² großes Gelände. Als Architekten konnte man
Alexander von Branca gewinnen, einen der besten seines Faches.
Für Branca stand sofort fest, dass hier ein Bau in Kreuzesform entstehen würde. Seine Inspirationen holte er sich sowohl bei altchristlichen Kirchen als auch beim typisch fränkischen Wehrkirchenbau.

Somit entstand eine interessante moderne Kirche mit Nebengebäude mitten in einem Weißenburger Wohngebiet.

Preisinformationen

ab 1,20 € p. Pers.

Je 45 Minuten Exkursion 15,00 € für Gruppen bis 25 Personen.
Zuzüglich bei den Kirchen "Spitalkirche" und "Karmeliterkirche" jeweils 15,00 €. Diese Abgaben gehen an die Trägereinrichtungen der Kirchen - so tragen Sie zum Erhalt der Kirchen bei.

Die einzelnen Kirchen lassen sich ganz nach Ihren Wünschen und Interessen kombinieren. Die Exkursion ist als Rundgang oder mit dem Bus den Sie mitbringen buchbar.
Die Kirchenführungen lassen sich auch mit anderen Programmen - wie einer Stadtführung oder Besichtigungen der Weißenburger Museen - sowie Busfahrten in das Altmühltal oder Seenland wunderbar verbinden.

Ich berate Sie gerne und erstelle Ihnen ein individuelles Angebot für Ihre Gruppe - für einen wunderbaren Aufenthalt in Weißenburg.
Ihre Gästeführerin Ursula Reinhart

Weitere Informationen

Dauer: 1 Stunde und 30 Minuten

Gültigkeit: ganzjährig verfügbar

Info-Adresse

Ursula Reinhart
Am Bergwaldtheater 2
91781 Weißenburg i. Bay.
Tel.: 09141/6622
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