Andreas Kümmert

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„Bei deiner Version von ‚With A Little Help From My Friends‘ würde sich Joe verneigen“, hieß es mal über Andreas Kümmert. Das Lob kam aus berufenem Munde. Der Mungo-Jerry-Sänger Ray Dorset – selbst eine Rocklegende – hatte einen Narren an Kümmert gefressen. Und da ging es ihm wie vielen anderen.
Kümmert ist ein Phänomen. Der nette Kerl aus dem unterfränkischen Gemünden hat eine Stimme zum Niederknien. Sie kann knarzigen Blues, sie kann fetten Soul und sie kann kräftigen Rock‘n‘Roll. So gewann Kümmert 2013 The Voice of Germany dank eines begeisterten Millionenpublikums und startete durch. Seine Alben und Singles landeten in den Top Ten der Charts, er spielte die großen Hallen und 2015 gewann er mal eben im Vorbeigehen den Vorentscheid für den Eurovision Song Contest.
Nur dass Kümmert noch in der Fernsehshow spontan verkündete, dass er in Wien nicht für Deutschland antreten werde. Es war das späte Echo einer rasend schnellen Entwicklung, die den Vollblutmusiker an den Rand seiner Kräfte gebracht hatte. Er hatte eine Depression und Angststörung entwickelt, die ihn noch heute begleitet.
Seine Entscheidung sorgte damals für Furore. Es gab Verständnis, aber auch jede Menge Hass und Beschimpfungen. Sicher kostete es Kümmert auch Karrierechancen, aber heute blickt er zufrieden auf sie zurück. Er hat sich die ganz große Vermarktungsmaschine vom Hals gehalten. Seine Songs schreibt er längst wieder komplett selbst und veröffentlicht sie inzwischen auch nicht mehr auf dem Major Label Universal, sondern hat ein eigenes Label gegründet.
Maximale künstlerische Freiheit für das, was er schon immer wollte. Authentische Musik machen und damit Menschen unterhalten. Und darin ist er groß, denn Kümmert hat nicht nur eine bärenstarke Stimme, sondern auch jede Menge Charisma auf der Bühne. Wenn er sich dort wohl fühlen darf, was er tut, seitdem er die Musik macht, die er liebt. Wer sein mit 800 Zuhörern ausverkauftes Konzert bei den Rother Bluestagen gesehen hat, weiß was dieser Mann Live kann.
Für Weißenburg ist es im Übrigen in doppelter Hinsicht ein schöner Versuch. Zum einen will man die Stadt auch jenseits der Open-Air-Saison mit Live-Musik in größerem Rahmen versorgen. Die Karmeliterkirche wird jetzt nicht unbedingt der heißeste Elektro-Club des Freistaats, aber für gediegenen Bluesrock bietet sie eine großartige Kulisse. Zum anderen feiert das Weißenburger Tagblatt mit diesem Konzert den Beginn seiner neuene Kulturreihe „Rauschen im Blätterwald“. Beides erfreuliche Entwicklungen. –js–

Datum: 03.10.20
Zeit: 19:00 bis 23:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr
Raum Großer Saal
Infotelefon: 09141/859-034
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Kartenbestellung

Weißenburger Tagblatt
Wildbadstraße 16/18
91781 Weißenburg i. Bay.
Tel.: 09141/859090
Fax: 09141/859030

Eintrittspreise

Eintrittspreise werden noch bekannt gegeben.

Ort

Kulturzentrum Karmeliterkirche
Luitpoldstraße 9
91781 Weißenburg i. Bay.
Tel.: 09141/907-122
Fax: 09141/907-121

Veranstalter

Heiter bis Sonnig Events
Jan Stephan
Im Ziegelfeld 34
91781 Weißenburg i.Bay.
Tel.: 09141/859034
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