Erst vor wenigen Wochen wurden die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentiert.
Das gemeinsame Projekt der Weißenburger Schulen, Regens Wagner Zell und des Künstlers Johannes Volkmann sollte Menschen zum Nach denken anregen und Werte wie Gleichbehandlung, Inklusion, Demokratie, Umweltschutz und ein respektvolles Miteinander auf kreative Weise sichtbar machen.
Umso größer ist nun die Enttäuschung: Mehrere der Schilder wurden mutwillig mit Farbe beschmiert und dadurch so stark beschädigt, dass sie nicht mehr ausgestellt werden können. Die Ausstellung muss deshalb vorzeitig beendet und die Schilder abgebaut werden.
Besonders bitter ist dieser Vorfall, weil das Projekt von zahlreichen Schülerinnen und Schülern mit großem Engagement vorbereitet und umgesetzt wurde. Viele Stunden Arbeit, Kreativität und persönliche Gedanken flossen in die Gestaltung der Schilder. Sie sollten bewusst im öffentlichen Raum stehen, um Menschen ins Gespräch zu bringen und gesellschaftliche Werte sichtbar zu machen.
Die Resonanz auf das Projekt war durchweg positiv. Bereits mehrere Schulen hatten Interesse bekundet, die Ausstellung ebenfalls zu übernehmen und die Schilder im Rahmen ihrer Bildungsarbeit einzusetzen. Diese Pläne können nun nicht mehr verwirklicht werden, da die beschädigten Exponate für einen weiteren Einsatz ungeeignet sind.
„Manchmal ist man einfach fassungslos“, erklären die Verantwortlichen. Gerade ein Projekt, das für Respekt, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt wirbt, wird selbst Opfer von Respektlosigkeit und Zerstörung.
Der Vandalismus richtet sich deshalb nicht nur gegen einige Schilder, sondern gegen die Botschaft, die sie vermitteln sollten. Anzeige bei der Polizei wurde erstattet. Ob die Täter oder Täterinnen ermittelt werden können, bleibt abzuwarten.
Trotz dieses enttäuschenden Vorfalls wollen die Projektpartner das eigentliche Ziel der Aktion nicht aus den Augen verlieren. Die „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ sollten zeigen, dass Werte wie Gleichbehandlung, Inklusion, Umweltbewusstsein und gegenseitige Achtung keine Selbstverständlichkeit sind, sondern jeden Tag neu gelebt und verteidigt werden müssen. Vielleicht macht gerade dieser Vorfall deutlich, wie wichtig solche Projekte sind. Die Initiatoren danken allen Beteiligten – insbesondere den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften, Regens Wagner Zell sowie dem Künstler Johannes Volkmann – für ihren Einsatz und hoffen, dass die Idee hinter den „Verkehrsschildern der Gerechtigkeit“ auch über das Ende der Ausstellung hinaus weiterwirkt.
Denn die Botschaften auf den Schildern lassen sich beschmieren – die Werte, für die sie stehen, jedoch nicht.
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