Das „Golddorf" Kattenhochstatt (425 m ü. NN) mit seinen ca. 160 Einwohnern (Stand: 31.12.2016) wurde am 1. Juli 1972 als westlichster Ortsteil der Großen Kreisstadt Weißenburg eingemeindet.
Aufgrund der übernommenen römischen Flureinteilung kann auch für das 1214 als „Katzenhohstat" erstmals erwähnte Dorf eine frühgermanische Besiedelung am Anfang des 4. Jahrhunderts angenommen werden. Aus dieser ursprünglich alamannischen Herrenhofsiedlung entwickelte sich ein Ost-West-gerichtetes Straßendorf, das zum Besitz des Klosters Wülzburg gehörte und mit dessen Auflösung an die Markgrafen von Ansbach kam.
Die Deutung des Ortsnamens hat schon seit Jahrhunderten viele Historiker beschäftigt. Die Theorien reichen vom germanischen Volksstamm der Katten über einen ehemals wülzburgischen Meierhof (Katzenhof) als Siedlungskern bis hin zur Ableitung aus dem mittelhochdeutschen „kat, kot" (= feucht, sumpfig) für eine Siedlung in feuchter, sumpfiger Tallage. In diesem Zusammenhang wird auch der topographische Gegensatz zum höher gelegenen Oberhochstatt als Kriterium immer wieder gerne herangezogen.
Mittelpunkt des idyllischen Ortes mit seinen eindrucksvollen großen Bauernanwesen ist die 1875 weitgehend neugestaltete Evang.-Luth. Filialkirche St. Magnus mit ihrem mittelalterlichen Turm (eine erste Kirche wurde nachweislich bereits 1183 geweiht) und dem 1806/07 errichteten Pfarrhaus (1985-89 umgestaltet als Jugendhaus: „Dietrich-Bonhoeffer-Haus").
1967 wurde Kattenhochstatt als Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" ausgezeichnet.
Literaturhinweise:
Gotthard Kießling: Stadt Weißenburg i. Bay., Denkmäler in Bayern V.70/2, München 2001, S. 247-250;
Friedrich Eigler: Die früh- und hochmittelalterliche Besiedlung des Altmühl-Rezat-Rednitzraums (Eichstätter Geographische Arbeiten 11), München und Wien 2000, S. 151-162.
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