fast schon in Oberbayern

Der Ortsteil Rothenstein (517 m ü. NN) mit seinen ca. 180 Einwohnern (Stand: 31.12.2016) liegt im Südosten Weißenburgs an der Grenze des Regierungsbezirks Mittelfranken zu Oberbayern.

Der Ort entstand etwa um 1780 als eine Ansiedlung von Arbeitern anlässlich des Baus der Straße von Weißenburg durch den Stadtwald nach Eichstätt. Die Grafen von Pappenheim stellten den Siedlern den Boden zur Verfügung und benannten den Ort nach der Herrschaft Rothenstein bei Grönenbach in Schwaben, die einst (bis 1692) ebenfalls den Marschällen von Pappenheim gehört hatte.

Keimzelle des Orts soll eine „Bierhütte" der Straßenbauarbeiter gewesen sein. Bereits etwas früher aber hatten die Pappenheimer in der noch unbesiedelten, aber wildreichen Gegend ein Jagdhaus errichtet. Um 1795 wurde es vergrößert und zu einem zweigeschossigen Gutshaus, dem sog. „Schlössle" ausgebaut. Mit seinen einfachen, klassizistischen Formen steht es im Dorfzentrum an der Einmündung der von Pappenheim kommenden Straße in die Bundesstraße B 13.

Kirchlich gehört Rothenstein zu Neudorf. Der am 1. Mai 1972 eingemeindete Ortsteil verfügte früher neben dem „Schlössle" nur über ein öffentliches Gebäude, die alte Schule (heute Feuerwehrhaus).

Literaturhinweise:

Gotthard Kießling: Stadt Weißenburg i. Bay., Denkmäler in Bayern V.70/2, München 2001, S. 256—257;

Anm.: Eine umfangreiche ortgeschichtliche Darstellung ist derzeit in Vorbereitung.

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